Pflege

Pflege ist nicht gleich Pflege

Von 26. Oktober 2013 Oktober 8th, 2018 Keine Kommentare

Wie die Überschrift schon sagt: „Pflege ist nicht gleich Pflege!“ Derjenige, der die professionelle Pflege in Anspruch nimmt bzw. die Angehörigen wissen genau, was damit gemeint ist.

Die Herausforderungen an den Pflegeberuf sind groß und erfordern viel Einfühlungsvermögen. Das Wichtigste ist der richtige Umgang mit den Personen. Der Pfleger / die Pflegerin bildet ein wichtiges Bindeglied zwischen der pflegenden Person und den Angehörigen.

 Pflege heißt:

  • Pflegeethische Kompetenz
  • Wertschätzung und Menschenwürde
  • Empathie
  • Uvm.

 

Der richtige Umgang in der Pflege

Keinesfalls darf in der Pflege ein aggressiver und falscher Umgang erfolgen.

Klingt logisch, ist es aber nicht! Pfleger und Pflegerinnen müssen je nach Krankheitsbild (Schädel-Hirn-Trauma, Demenz uvm.) in Kauf nehmen und damit umgehen können, dass die Pflegeperson

  • keinen bzw. ungenügenden Dank zeigen,
  • sich trotzig und auch passiv (beim Ankleiden, Essen uvm.) verhält,
  • schimpft,
  • Vorwürfe macht
  • uvm.

Professionelles Pflegepersonal schafft es, die notwendige Distanz herzustellen, was bei Angehörigen nicht immer so einfach ist, weil sie auch emotional sehr eingebunden sind. Der Blick ist diesbezüglich nicht nur auf physische Anforderungen ausgerichtet, sondern auch auf psychische und soziale. Professionelles Pflegepersonal ist in diesen Bereichen optimal vorbereitet und weiß mit diesen täglichen Herausforderungen bestens umzugehen.

Immer wieder liest man, dass in Heimen nicht immer alles so verläuft, obwohl diese als „sehr gut“ bewertet worden sind.

Zum Beispiel hat die Bild am 08.10.2013 einen Artikel mit dem Titel: Ratten knabberten Bewohner an Wie bekam das Pflege-Heim so eine gute Bewertung? herausgebracht. In diesem wird über den dementen Heimbewohner, den Rentner Peter S. (67) berichtet, wo eine Ratte ins Zimmer gekrochen sein soll und seine Waden und Füße angeknabbert hat.

Da stellt man sich dann oft die Frage, wem kann man in einen so einem wichtigen Bereich, wo es um den Menschen geht, wirklich vertrauen?
Wo ist jemand wirklich gut aufgehoben, wo man sich auch absolut darauf verlassen kann, auch wenn man nicht täglich nachschaut.

 

24-Stunde-Pflege

Die 24-Stunden-Pflege daheim bietet Pflegenden sehr viele Vorteile. Z.B.

  • Grundlegend fühlen sich die Menschen zu Hause am wohlsten. Das gilt noch mehr für Menschen, die aufgrund ihrer Erkrankung rund um die Uhr eine Betreuung benötigen – eine vertraute Umgebung gibt viel Sicherheit, die gerade bei pflegenden Menschen einen hohen Stellenwert einnimmt.
  • Gemeinsam kann der Alltag individuell gestaltet und erfolgreich bewältigt werden. Der Alltag wird somit erträglicher, was die Lebensqualität wieder hebt.
  • Der Kontakt zwischen pflegender Person und Pflegepersonal ist viel intensiver – es kann kontinuierlich eine vertrauensbasierte Beziehung aufgebaut werden und das Pflegepersonal lernt den Pflegenden mit all seinen Eigenheiten kennen und kann dementsprechend individuell agieren und auf ihn eingehen.

 

Natürlich muss eine „professionelle Pflege und Betreuung“ leistbar sein. In unserer Welt sollte noch immer der Mensch im Mittelpunkt stehen.

Die Presse schrieb am 03.10.2013in ihrem Artikel: „Österreich – ein Paradies für ältere Menschen“ Folgendes:

„Derzeit haben in Österreich schon über 23,6 Prozent der Bevölkerung den 60.Geburtstag gefeiert. Im Jahr 2050 werden es 36,5 Prozent sein. In dem Bericht werden die Regierungen weltweit dazu aufgefordert, die Lebensqualität für ältere Menschen zu erhöhen. Dies muss aber auch leistbar sein.“

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